Klare Sache für Walda
Kreisgruppenpokalkampf in Ermendorf / Wanderpokal nun in festen Händen
Von Harald Kühne (SZ)
Vorige Woche war es noch Gaudi. Da ging es in Ermendorf um den schönsten Hund. Diesmal wurde es ernst. Vor den Augen gestrenger Fachschiedsrichter galt es nachzuweisen, dass Mensch und Tier top aufeinander abgestimmt sind...
Der heftige Landregen hatte wohl doch einige Mannschaften davon abgehalten, bei der diesjährigen Kreisgruppenmeisterschaft im Hundesport an den Start zu gehen. Doch immerhin: Hundesportfreunde aus Riesa, Walda, Seerhausen und Radebeul fanden den Weg zum diesjährigen Gastgeber Ermendorf.
Vor überwiegend fachkundigen und doch zahlreichen Publikum ging es in drei Blöcken um den Schutzdienst, die Unterordnung und die neue Trendsportart Agility.
Axel Zuzek vom Hundesportverein Walda e.V. zum Beispiel ging mit seinem 14 Monate alten Malinoi „Bruno“ an den Start. „Eigentlich bin ich nur kurzfristig eingesprungen, weil unsere Favoritin Bianca Kiesewalter (sie gewann im Vorjahr den Frauenpoka d. Red.) aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen kann“, sagte er. Obwohl er täglich, sogar beim Spazierengehen, nach Feierabend und am Wochenende trainiert, rechnete er sich keine sehr großen Chancen aus. Für „Bruno“ war es der erste Start bei einem Wettkampf überhaupt. „Da fehlt noch die Erfahrung“, meinte Zuzek. „Wenn es für um die 90 Punkte bei einer Höchstzahl von 100 reichen würde, wäre es schon sehr gut.“
Doch bevor es soweit war, gehörte die Aufmerksamkeit dem „Agility“. „Nicht alle Vereine pflegen diese neuer Trendsportart“, wusste Expertin Susanne Herrmann aus Radebeul. Die Hunde müssen ohne Leine, fehlerfrei und nach Zeit Hindernisse in einer bestimmten Reihenfolge überwinden. Eine sehr schwere Aufgabe, bei der es auf absolutes Vertrauen zwischen Mensch und Tier ankommt. „Agility kommt von Geschicklichkeit und ist eigentlich dem Pferdespringsport nachempfunden. Seit 1980 wird es aus England kommend betrieben“, erläuterte Susanne Herrmann. Dabei geht Fehlerfreiheit vor Schnelligkeit.
Den besten Beweis für die Beherrschung von Agility trat dann Sylvia Küttner aus Dresden an, die mit ihrem belgischen Schäferhund Cliff eine echte Show ablieferte.
Die Ermendorfer Hundesportfreunde bemühten sich trotz widrigen Wetters um beste Wettkampfbedingungen Das Lob dafür, einschließlich dem leckeren Kesselgulasch, ist ihnen gewiss. Sportlich mussten sie sich mit den dritten Platz begnügen.
Für den Hundesportverein Walda, der für seinen intensiven Leistungssport bekannt ist, war der erste Platz hingegen klare Sache. „Bruno“ schaffte zwar die angestrebten 90 Punkte nicht, aber sein Ergebnis reichte für das Team. Mit rund dreißig Punkten Vorsprung holte es sich den Wanderpokal zum dritten Mal in Folge und kann ihn somit behalten.
Auf Platz zwei kamen die Sportfreunde aus Radebeul.
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